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Leistungen | Kinderchirurgie

 

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Leistenhernie

Die Leistenhernie ist eine der häufigsten chirurgischen Erkrankung im Kindesalter.

Meist liegt eine wechselnde Schwellung im Leistenbereich vor, wobei das erste Auftreten der Schwellung oft nicht bestimmt werden kann. Schmerzen können vorkommen, häufig ist die Schwellung jedoch nicht mit Schmerzen verbunden.

Zur Diagnosestellung reicht in der Regel die exakte, klinische Untersuchung.

Die Ultraschalluntersuchung der Leistenregion und der Hoden kann hilfreich sein, vor allem bei der Abgrenzung zum Wasserbruch.

Die Behandlung des Leistenbruches ist die operative Korrektur in Vollnarkose, eine andere Behandlungsmethode gibt es nicht.

Am häufigsten kommt die offene, herkömmliche Korrektur des Leistenbruches zur Anwendung, wobei mit dieser Methode die meisten Erfahrungen vorliegen und den "goldenen Standard" darstellt.

Die in letzter Zeit entwickelten, laparaskopischen OP-Techniken, auch Schlüsselloch- oder minimalinvasive Methode genannt, haben sich bisher nicht eindeutig durchgesetzt und werden kontrovers gesehen. Insbesondere kann bei der Leistenhernie bei Mädchen mit diesen Methoden die äußere Bruchlücke nicht verschlossen werden.

Die dabei häufig genannten besseren kosmetischen Ergebnisse wie kleinere Narben sind bisher nicht bestätigt.

Bei eingeklemmten bzw. inkarzerierten Leistenbrüchen scheint die Minimalinvasive OP-Technik einen Vorteil zu haben.

OP-Methoden, bei welchen Kunststoffnetze zur Behandlung von Leistenbrüchen eingesetzt werden, sind im Kindesalter nicht üblich.

Die Operation dauert zwischen 30- und 60 Minuten. Die Dauer der Aufwachphase danach ist unabhängig von der Operation sehr variabel und kann zwischen 15 und 90 min betragen.

Eine erste Nachkontrolle findet ein Tag nach der Operation durch den Operateur statt. Eine weitere Kontrolle nach einer Woche wahlweise beim Operateur oder Kinderärztin/Kinderarzt.

Eine Fadenentfernung ist nicht nötig, da selbstauflösende Fäden verwendet werden.

Nach der Operation ist eine "Stillhalteperiode" von 2 Wochen ausreichend. Ihr Kind ist nach längstens einer Woche wieder kindergarten- bzw. schulfähig. Sport ist nach zwei Wochen wieder möglich.

Eine seltene Komplikation ist die sogenannte Einklemmung des Leistenbruches. Hierbei ist die Schwellung anhaltend und sehr schmerzhaft ist. Diese Einklemmung ist ein Notfall. Das sofortige Aufsuchen eines Arztes, in der Nacht oder an Wochenenden eines Krankenhauses ist erforderlich. Sofern dort das Zurückschieben des eingeklemmten Bruches nicht gelingt, muß hier sofort operiert werden.

Abzugrenzen von der Leistenhernie ist der Wasserbruch beim Jungen. Der Wasserbruch beim Mädchen ist eine Rärität und wird wie der Leistenbruch operativ behandelt.

Bei einem Wasserbruch besteht immer eine Schwellung der Leiste und/oder des Hodensackes. Ursache ist hier ein mit Flüssigkeit gefüllter Bruchsack. Die Schwellung aufgrund eines reinen Wasserbruches ist nicht schmerzhaft. Eine Einklemmungsgefahr besteht hier nicht. Die Diagnose ist mit einer Ultraschalluntersuchung einfach.

Ein Wasserbruch ohne Leistenbruch ist häufig im Frühgeborenen-, Neugeborenen- und Säuglingsalter anzutreffen. Hier kann in aller Regel zugewartet werden, da ein Wasserbruch im Unterschied zum Leistenbruch - in diesem Alter von alleine zurückgehen kann. Eine Operation wird meistens nicht sofort notwendig. Je nach Ausprägung kann einige Zeit abgewartet werden. Bei sehr großen oder lang bestehenden Wasserbrüchen ist auch hier die Operation die einzige Behandlungsform.

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Nabelhernie

Die Entstehung des Nabelbruch ist bisher nicht eindeutig geklärt. Der Nabelbruch ist umso häufiger, je jünger das Kind. So haben Frühgeborene wesentlich häufiger Nabelbrüche als Reifgeborene.

Nabelbrüche treten in den ersten Lebenswochen auf. Meist fällt die Nabelschnur problemlos ab, nach ein paar Wochen entwickelt sich dann eine unterschiedlich große Vorwölbung. Diese Vorwölbung kann sich bei Unruhe wie Schreien oder Pressen vergrößern. Auch sehr große Nabelbrüche sind in den meisten Fällen nicht schmerzhaft. Dennoch sind Schmerzattacken, wenn auch sehr selten, möglich. Nabelbrüche können die Eigenschaft haben, sich in den ersten 1-2 Jahren von alleine zurückzubilden. Allerdings gibt es keine Regeln, ob und wie weit sich der Nabelbruch im Einzelfall zurückbildet. Nach dem 2. Lebensjahr ist diese spontane Rückbildungstendenz extrem selten.

Zur Behandlung der Nabelbrüche steht im ersten Lebensjahr die sog. Nabelklebung zur Verfügung. Nach dem ersten Lebensjahr ist diese Methode wirkungslos. Dabei wird der Nabel mit einer bestimmten Technik für 4-6 Wochen geklebt. Der Verband wird einmal pro Woche gewechselt. Einen Tag vor dem Wechsel kann der Verband durch die Eltern abgenommen werden, das Kind gebadet und die Haut eingecremt werden. So können dabei selten auftretende Hautprobleme erkannt und entsprechend gepflegt werden. Sobald sich die Haut wieder erholt hat, kann weiter geklebt werden. Die Klebebehandlung ist eine schonende Möglichkeit, die Rückbildung des Nabelbruches zu unterstützen. Ausser seltenen Hautreizungen gibt es keine Nebenwirkungen oder Komplikationen bei dieser Behandlung.

Sollte der Nabelbruch mit oder ohne Nabelklebung weiter bestehen bleiben und sich nicht zurückbilden, wird der Bruch durch eine Operation in Vollnarkose verschlossen. Der Zeitpunkt der Operation ist abhängig von der Größe und den Beschwerden, welche durch den Bruch verursacht werden. Meistens wird der operative Verschluß entweder vor Eintritt in den Kindergarten oder vor Schulbeginn durchgeführt.

Bei der Operation wird ein kleiner halbkreisförmiger Schnitt, meist am unteren Nabelrand, angelegt und die Lücke in der Bauchwand mit Nähten verschlossen.

OP-Methoden, bei welchen Kunststoffnetze zur Behandlung von Nabelbrüchen eingesetzt werden, sind ebenso wie laparaskopische OP-Techniken bzw. minimalinvasive oder Schlüssellochchirurgie im Kindesalter nicht üblich.

Die Operation dauert zwischen 30- und 60 Minuten. Die Dauer der Aufwachphase danach ist unabhängig von der Operation sehr variabel und kann zwischen 15 und 90 min betragen.

Eine erste Nachkontrolle findet ein Tag nach der Operation durch den Operateur statt. Eine weitere Kontrolle nach einer Woche wahlweise beim Operateur oder Kinderärztin/Kinderarzt.

Eine Fadenentfernung ist nicht nötig, da selbstauflösende Fäden verwendet werden.

Nach der Operation ist eine "Stillhalteperiode" von 2 Wochen ausreichend. Ihr Kind ist nach längstens einer Woche wieder kindergarten- bzw. schulfähig. Sport ist nach zwei Wochen wieder möglich.

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Bauchwandhernien, sog. epigastrische Hernien

Als epigastrische Hernien werden solche Brüche bezeichnet, die oberhalb des Nabels in der Mittellinie der Bauchwand auftreten.

Meist wird eine Schwellung oberhalb des Nabels bemerkt, welche häufig druckempfindlich ist. Im Gegensatz zu den "normalen" Nabelbrüchen, können sich diese epigastrischen Brüche oder auch Mittellinienbrüche genannt nicht von alleine zurückbilden. Daher ist bei solchen Brüchen eine Klebung wirkungslos.

Zur Behandlung steht hier der operative Verschluß zur Verfügung. Hierbei wird über einen kleinen Längsschnitt in der Mittellinie die Bruchlücke mittels Naht verschlossen.

OP-Methoden, bei welchen Kunststoffnetze zur Behandlung von epigastrischen Hernien eingesetzt werden, sind ebenso wie laparaskopische OP-Techniken bzw. die minimalinvasive oder Schlüssellochchirurgie im Kindesalter nicht üblich.

Die Operation dauert zwischen 30- und 60 Minuten. Die Dauer der Aufwachphase danach ist unabhängig von der Operation sehr variabel und kann zwischen 15 und 90 min betragen.

Eine erste Nachkontrolle findet ein Tag nach der Operation durch den Operateur statt. Eine weitere Kontrolle nach einer Woche wahlweise beim Operateur oder Kinderärztin/Kinderarzt.

Eine Fadenentfernung ist nicht nötig, da selbstauflösende Fäden verwendet werden.

Nach der Operation ist eine "Stillhalteperiode" von 2 Wochen ausreichend. Ihr Kind ist nach längstens einer Woche wieder kindergarten- bzw. schulfähig. Sport ist nach zwei Wochen wieder möglich.

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Phimose/Vorhautverengung

Als Phimose wird die Verengung der Vorhaut vor der Eichel bezeichnet, sodaß die Vorhaut nicht über die Eichel zurückgezogen werden kann. Eine solche ist im Säuglingsalter meist angeboren und ist bis zum 2.-3. Lebensjahr als normal anzusehen. In dieser Zeit ist ein Zurückschieben der Vorhaut oder die Reinigung der Eichel nicht nötig.

Sogenannte erworbene Verengungen können durch Einrisse und/oder Infektionen der Vorhaut durch nachfolgende Narbenbildung entstehen.

Abgegrenzt von der Verengung wird die Verklebung der Vorhaut mit der Eichel, wobei hier die Vorhaut nicht vollständig zurückgeschoben werden kann. Hier liegt jedoch keine Verengung, sondern eine Verklebung ohne Verengung vor. Diese Unterscheidung ist oft nicht einfach, aber wichtig für die nachfolgende Behandlung..Die alleinige Verklebung ohne Verengung der Vorhaut bedarf unseres Erachtens keiner operativen Therapie.

Leichte Rötung der Spitze sind sehr häufig und benötigen in aller Regel keine Behandlung.

Bei Entzündungen der Vorhaut betrifft die Rötung nicht nur die Penisspitze, sondern kann auf die gesamte Vorhaut und zum Teil auch auf den Penisschaft übergreifen. Zugleich besteht eine unterschiedlich ausgeprägte Schwellung und Schmerzen. Hier sind Sitzbäder und je nach Befund antibiotische Salben und/oder Antibiotika als Saft notwendig. Solche Entzündungen können einmalig, aber auch mehrmals vorkommen und sind altersunabhängig.

Zur konservativen Behandlung von Verengungen und/oder Verklebungen werden oft Salben in Form von Hormonsalben oder Cortisonsalben eingesetzt. Das Auftragen der Salbe erfolgt meist 1-2 mal täglich, häufig über 4-6 Wochen, selten deutlich länger. Die Wirksamkeit dieser Behandlung ist sehr indviduell und sehr abhängig von der Ausprägung des Befundes. Bei engen Phimose oder nahezu vollständigen Verklebungen empfehlen wir diese Behandlung nicht.

Zur operativen Behandlung bevorzugen wir die sog. Schnitt/Nahtmethode, wobei hier die Vorhaut entsprechend gekürzt und mit selbstauflösenden Fäden wieder vernäht wird. Mit dieser Methode verfügen wir bei über 4000 Operationen die größte Erfahrung. Andere Methoden wie die sog. Plastibell- oder Glöckchenmethode werden bei uns nicht eingesetzt. Ebenso wenig die in Deutschland kaum angewandte Lasermethode. Auch führt das alleinige Einschneiden der Vorhaut ohne entsprechende Kürzung häufig nicht zum gewünschten Erfolg und wird daher nicht routinemäßig durchgeführt.

Zur Nachbehandlung sind täglich Salbenverbände für die Dauer von 10-14 Tagen bis zur endgültigen Abheilung notwendig. Zusätzliche Sitzbäder helfen bei der Abheilung von Belägen und der Auflösung der Fäden.

Eine Nachblutung als Komplikation tritt sehr selten auf, wobei in sehr wenigen Fällen eine weitere Narkose zur Blutstillung erforderlich werden kann. Meist reicht hier ein kleiner Druckverband aus.

 

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