Allgemeine Sprechstunde,
D-Arzt und Privat­sprech­stunde:

Mo.-Do. 7:30 - 18:00 Uhr
Fr. 7:30 - 17:00 Uhr
Sa. nach Vereinbarung


Spezialsprechstunden:
Knie, Schulter, Hand, Plastisch-Ästhetisch, Kinder, Enddarm- und Beckenboden, Leiste


Airport
Mo.-Fr. 8:00 - 18:00 Uhr
Sa. 8:00 - 13:00 Uhr
Zur Online-Terminvergabe

Leistungen | Arthrose

Unsere Praxisleistungen:
Zum Start bitte Beitrag rechts auswählen!

Unter einer Arthrose versteht man einen zunehmenden Knorpelabrieb der Gelenke des Körpers. Dieser kann schleichend erfolgen (latente Arthrose) oder in eine schmerzhafte Erkrankung übergehen (aktivierte Arthrose). In fortgeschrittenen Fällen stellen sich auch Veränderungen im Bereich des gelenknahen Knochens, der Gelenkschleimhaut, der Gelenkkapsel sowie der Gelenk umspannenden Muskulatur ein, so dass die Arthrose als Krankheitsbild nicht auf den Knorpelabrieb allein beschränkt bleibt. Am häufigsten betrifft die Arthrose die großen, tragenden Gelenke wie Knie und Hüfte, grundsätzlich kann aber jedes Gelenk des Körpers betroffen sein.
Tritt die Arthrose an vielen Gelenken gleichzeitig auf, spricht man von einer Polyarthrose. Im Verlauf kann eine Arthrose zur Zerstörung des gesamten Gelenkes führen, wodurch es seine Form verliert (Arthrosis deformans).

Ursachen
Als Ursache unterscheidet man neben Überlastungsschäden und unfallbedingten Veränderungen auch angeborene Gelenkdeformitäten und Wachstumsstörungen sowie systemische Erkrankungen und Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis. In vielen Fällen bleibt der Grund für die Entstehung der Arthrose jedoch unklar.
Die Arthrose entwickelt sich aus einem Ungleichgewicht zwischen der Belastungs­fähigkeit eines Gelenkes und der tatsächlichen Belastung.
Der Gelenkknorpel selbst hat keine Blutgefäße. Dies bedeutet, dass er von der ihn umgebenden Gelenkflüssigkeit und den Gefäßen des Knochens ernährt werden muss. Dadurch erklärt sich auch seine schlechte Heilungspotenz.

Symptome
Es gibt charakteristische Arthrosebeschwerden, die für fast alle Gelenke gelten, unab­hängig davon, wo sich die Arthrose manifestiert:
  • Anlaufschmerz: Auftreten von Schmerzen bzw. Schmerzverstärkung zu Beginn einer Belastung. Der Arthrosepatient braucht ein wenig, um "in Gang zu kommen". Anschließend verbessert sich die Beschwerdesymptomatik.

  • Belastungsschmerz: Nach vorerst schmerzfreier Belastungsfähigkeit treten im Verlauf wieder Beschwerden auf. Das Gelenk überwärmt und schwillt an. Die Beschwerden nehmen im Laufe des Tages zu. Ruhe führt zu einer Besserung der Beschwerden.

  • Schwellung und Überwärmung des Gelenkes

  • Steifheitsgefühl und Bewegungseinschränkung des Gelenkes

  • im Verlauf Formveränderung des Gelenkes bis hin zur vollständigen Deformierung.

Diagnostik
Neben der Anamnese und der körperlichen Untersuchung zählt besonders auch das Röntgen zur Diagnostik. Es zeigen sich neben einer Verengung des Gelenkspaltes auch Überlastungserscheinungen des Knochens (Mehrsklerosierung, Zysten, Knochenanbauten und Formänderungen des Gelenkes. Ist eine weiterfürende Abklärung notwendig, kann eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) und ggf. eine MRT (Kernspin)-Untersuch durchgeführt werden.

Therapie
Verschiedene konservative Maßnahmen können zu einer deutlichen Erleichterung der Beschwerden bei Arthrose führen:
  • Physikalische Therapie (Wärme, Strom etc.) und Krankengymnastik (u.a. Erhalt von Kraft und Beweglichkeit)

  • Orthopädietechnik (Schuhaussen- bzw. innenranderhöhungen, Handstock, Pufferabsätze)

  • Gelenkinjektionen mit Instillation von Cortisonpräparaten in entzündlichen Phasen der Arthrose

  • Gabe von Hyaluronsäure in das Kniegelenk, welches als "Gelenkschmiere" wirkt

  • Schmerzmedikation

Als invasive Maßnahme ist es mit Hilfe einer Arthroskopie (Gelenkspiegelung) möglich, den Knorpel direkt zu beurteilen. Es ist die genaueste Möglichkeit sich einen Eindruck von den Knorpelverhältnissen zu beschaffen. Der Vorteil ist zudem, dass sich direkt eine Therapie des Knorpelschadens anschließen kann: operativ ist eine Glättung des Knorpels möglich. Bei umschriebenen Defekten kann eine Anbohrung des Knochens zu einem Knorpelersatzgewebe führen. Weitere Knorpelersatzoperationen kommen bei der in der Regel generalisierten Arthrose primär nicht in Frage.
Bei Achsenfehlstellungen an der unteren Extremität steht die Knochenumstellung als korrigierendes Verfahren zur Verfügung, wodurch häufig eine deutliche Beschwerde­linderung erzielt werden kann.
Bei zunehmenden Beschwerden und Gelenkdeformitäten bleibt letztendlich nur die Operation mittels eines künstlichen Gelenkersatzes (HEP= Hemi[Teil-]endoprothese; TEP= Totalendoprothese).

 

Schwalbacher Str. 38-42 | 65183 Wiesbaden | Tel.: 0611-949 188 50 | Fax: 0611-949 188 59 | info@chirurgie-in-wiesbaden.de